Anna – ein regelrechter Spaziergang

Liebe Julia,

Emil ist 8 Tage über Termin bei uns zuhause zur Welt gekommen mit einem Geburtsgewicht von 4220 g. Wir sind alle gesund und wohl auf!

Im Vergleich zu Edgars Geburt war es ein regelrechter „Spaziergang“ – die Geburt hat unter 6 Stunden gedauert, ohne Geburtsstillstand. Sie begann mit einem Blasensprung und bald darauf setzten schon ziemlich schnell die Wehen ein. Hinterher war ich ganz verblüfft und fast ein wenig überfahren, dass es so schnell gegangen ist. Auch die Wehen waren irgendwie erträglich, auch wenn sie mich gegen Ende, bis der Muttermund ganz offen war, doch sehr an meine Grenzen gebracht haben.
„Herausgeatmet“ habe ich Emil nicht, wie ich es aus Hypnobirthingquellen teilweise gehört habe (für mich eine traumhafte Vorstellung!). Stattdessen war es schon ein ganz schöner Act, den Kleinen herauszupressen. Und die Wehen setzten auch so heftig ein, dass mir nicht mehr der Sinn danach stand, die Trancen anzuhören. Aber ich hatte die Inhalte die ganze Zeit im Kopf. Als meine Hebamme schließlich hier aufkreuzte, feststellte, dass ich bei 5 – 6 cm war und es noch eine Weile dauert, da sagte ich mir: Pah, die letzen Zentimeter mache ich jetzt in einer Stunde! Dabei habe ich mir dann die ganze Zeit vorgestellt, dass die Gebärmutter das schon von ganz alleine macht, ich weich bin und mich öffne wie eine Blume. So war ich wirklich in nicht allzu langer Zeit schon bei 10 cm.

Ich bin mir sicher, dass unter anderem die täglichen Trancen, die ich davor wochenlang trainiert habe, zu dieser schnellen Geburt verholfen haben und bin total froh, dass ich den Hypnobirthingkurs bei dir gemacht habe. Die Geburt war vergleichsweise so einfach, dass sie kaum irgendwelche starken negativen Erinnerungen hinterlassen und mich sogar mit Edgars Geburt ausgesöhnt hat. Ich habe diesmal überhauptkeine Probleme, von Emils Geburt zu erzählen 🙂 – und das hat mich schon belastet, dass ich bei Edgars Geburt immer so schnell in Tränen ausgebrochen bin, wenn ich darüber Details preisgegeben habe.

Liebe Julia, vielen Dank für Alles!

Leider hat meine Krankenkasse den Kurs nicht unterstützt, obwohl ich denen zu der Rechnung und dem ausgefüllten Leistungsbogen ein sehr überzeugendes Anschreiben gesendet habe. Die haben mich extra angerufen, um sich dafür zu entschuldigen, mit sichtlich schlechtem Gewissen. Naja, ich habs wenigstens probiert und mit dem Brief erneut darauf hingewiesen, dass dies ein sehr hilfreicher und sinnvoller Kurs ist, wenn Ängste bezüglich einer bevorstehenden Geburt vorliegen. Und wer weiß, wie mir so ein Kurs schon bei der ersten Geburt geholfen hätte, wo ich noch keine Ängste hatte…

Deshalb wünsche ich dir – und natürlich auch allen Gebärenden! -, dass die Krankenkassen bald ein einsehen haben, damit Hypbobirthing kein Luxus ist, sondern bekannter wird und für alle frei zugänglich.

Ich drück dich ganz herzlich,
Anna

Verena – voll Vertrauen und Zuversicht

Liebe Julia,

anderthalb Jahre ist unser Kursbesuch nun her und unsere zweite Tochter Felice ist bereits 15 Monate. Vielleicht erinnerst Du Dich trotzdem an uns aus dem kleinen Kurs mit zwei anderen Paaren. Gerade denke ich mal wieder darüber nach, wie wichtig das Geburtserlebnis von Felice für mich war – und wie ich diese Erfahrung der eigenen Stärke generell für mich nutzen kann. Aus diesem Nachdenken heraus möchte ich Dir nun endlich eine Rückmeldung und ein Dankeschön schicken – für das es hoffentlich nicht zu spät ist.

Es erfüllt mich eine große Dankbarkeit, dass ich die Geburt von Felice so erleben durfte – gerade nach dem Kaiserschnitt meiner ersten Tochter: voll Vertrauen und Zuversicht in das Kind, mich und meinen Körper, gestärkt durch die bildliche Vorstellung und das Wissen, was z.B. Atmung und Gebärmuttermuskel machen und daran durch die Affirmationen erinnert. Was für ein Erlebnis der Stärke!

Felice kam am 20.09.2014 um 21.12 in Havelhöhe zur Welt (9 Tage nach dem errechneten Termin). Um ca. 15:30 hatten die Wehen begonnen, um 18 Uhr waren wir in Havelhöhe; da war der Muttermund schon 8 cm auf. Als die Wehen begannen, habe ich kurz versucht, mir meine Geburtstrance anzuhören. Im Bett liegen ging allerdings gar nicht. So verlegte ich mich gleich darauf, mich auf meine Atmung und das Tönen zu konzentrieren. Ich habe also fast die gesamte Eröffnunsphase stehend, vorn über gebeugt und tönend verbracht. In Havelhöhe hat mein Freund mir dann meine Affirmationen vorgelesen – während er mir die ganze Zeit mein Steißbein massierte/Gegendruck ausübte, was sehr gut tat. Der Übergang zur Pressphase war unangenehm, aber als das Köpfchen dann rauskam, konnte ich gar nicht glauben, dass es das schon war (und dass das Auseinanderziehen nicht schmerzhafter war)! Nach der Geburt bin ich aufgestanden, auf Toilette gegangen, habe geduscht – unglaublich!

Ich möchte Dir ein herzliches Dankeschön sagen, dass Du dieses positive Erlebnis mit möglich gemacht hast. Besonders wichtig für mich war: das gestärkte Vertrauen in mich, meinen Körper und das Kind durch das Wissen, was Du vermittelt hast sowie die positiven Affirmationen. Immer wieder habe ich daran gedacht, dass der Körper genau weiß, wie das Kind geboren wird; dass der Schmerz durch mehr Sauerstoff geringer wird, dass ich die Wehenpausen zur Erholung nutzen kann, dass ich mich entspannen kann und den Körper seine Arbeit machen lassen kann. Auch die bildliche Vorstellung der Öffnung und der „Austreibung“ hat mir sehr geholfen – bei der Konzentration? Die Hebamme schrieb mir in einem sehr netten Brief, wie beeindruckt sie war, wie konzentriert ich mich der „Geburtsarbeit“ hingegeben habe. Vielleicht war diese Art der Konzentration und Entspannung nur möglich durch das Ansprechen meiner Ängste und die die Hypnose/Trance? Auf jedenfall überlege ich mal wieder, wie ich z.B. positive Affirmationen generell nutzen kann.

Liebe Julia, ich denke sehr gern an Deinen Kurs zurück und möchte Dir herzlich für all die wichtigen Anregungen danken und wünsche mir, dass noch viele Frauen davon profitieren können.

Herzliche Grüße,
Verena

Iris – eine heilsame Geburt mit 4800g

Liebe Julia,

unser zweiter Sohn Tom ist gut auf der Welt gelandet!

Nachdem er sich eine Nacht mit kräftigen Wehen ankündigte und wir schon in den Stiefeln standen, hat er sich dann aber doch noch Zeit gelassen. Nach ein paar Tagen haben die Kindsbewegungen dann so deutlich nachgelassen, dass ich sehr besorgt war. Unsere Hebamme hat uns dringend zu einer Einleitung der Geburt geraten, was mich zuerst emotional ziemlich ins Schleudern gebracht hat, am Ende aber genau die richtige Entscheidung für uns war.

Als Tom es dann geschafft hatte wurde schnell klar, warum er sich nicht mehr bewegen konnte: er war ein Riese- und hatte ein stattliches Gewicht von 4800g. Sämtliche Messergebnisse im Vorfeld lagen – zum Glück – weit darunter, so dass es eine echte Überraschung für uns alle war.

Ich habe Tom spontan und ohne Schmerzmittel zur Welt gebracht. Ich bin stolz und sehr, sehr dankbar, wie alles gelaufen ist.

Deine Hypnosen habe ich bis zur Geburt täglich gehört. Als die Wehen dann so richtig losgingen, konnte ich mich allerdings gar nicht mehr darauf konzentrieren.

Trotzdem bin ich überzeugt davon, dass diese intensive Zeit der Vorbereitung dazu geführt hat, dass ich der Geburt positiv und optimistisch entgegen gehen konnte. Ich hatte keine Angst mehr.

Es war ein sonniger und wunderschöner Tag. Alles verlief so entspannt und ruhig, ganz ohne Hektik, so wie ich es mir die Tage zuvor immer und immer wieder ausgemalt hatte. Nach der ersten Tablette sind Jan und ich Steaks essen gegangen, danach waren wir noch lange spazieren, haben gelacht und zusammen eine Wehe nach der anderen begrüßt. Es ging gut und ich konnte mich die ganze Zeit über auf meinen Sohn freuen.

Die eigentliche Geburt war dann weder sanft, noch schmerzfrei. Ich war so laut – Jan sagte, ich hätte Stadien füllen können – aber ich war die ganze Zeit „voll da“. Es war am Ende ein so gutes und heilsames Erlebnis für uns beide, dass ich mich daran immer gerne erinnern werde.

Seitdem ist unser Familienleben turbulent und mitunter nicht ganz unstressig, aber ich habe mich trotz allem sehr schnell erholt.

Und jetzt geht es weiter…

Liebe Julia, ich danke Dir sehr für die gute gemeinsame Arbeit. Es ist gut zu wissen, dass es immer einen Weg gibt, die Dinge zu drehen.

Ich habe Deinen Kontakt meiner Hebamme weitergegeben, die Dich Ihrerseits auch bereits empfohlen hat. Ich hoffe, es kommen noch viele Frauen und Paare in den Genuss Deiner Arbeit.

Alles Gute für Dich!

Liebe Grüße
Iris

Theresa – mit Wehen übers Kopfsteinpflaster…

Liebe Julia

unser Sohn Hannes ist am 1.11. ziemlich schnell zur Welt gekommen.
Schon den ganzen Tag hatte ich leichte Wehen, die aber eigentlich nicht schmerzhaft waren aber langsam immer mehr wurden. Diese habe ich bei „normalem“ Tagesprogramm so nebenher erlebt. Nachmittags hatte ich aber immer mehr das Gefühl, dass es langsam aber sicher ernster wird, mein Mann hat seine Pläne abgesagt und wir sind früh ins Bett. Erst konnte ich auch tatsächlich noch schlafen, so gegen 23.00 war ich aber schon wieder wach und hatte stärkere Wehen, die ich aber gut veratmen konnte. Ich habe deine Trance gehört, was sehr entspannend war – die ganzen Wochen davor habe ich auch jeden Tag eine Trance gehört und bin dabei jeweils sofort eingeschlafen …

Um 1 uhr haben wir im Geburtshaus / der Hebamme mal bescheid gesagt, die meinte aber, wenn ich noch so ruhig spreche, wird es wahrscheinlich noch bis morgen dauern, ich soll mich hinlegen. Um 3 war es dann schon so heftig, dass mein Mann wieder anrief. Die Hebamme meinte, ich solle noch nicht so tönen, das nimmt zu viel Kraft weg und sei erst dann angesagt, wenn der Muttermund vollständig geöffnet ist. Mit mir am Telefon hat sie etwa 20 Min „geübt“ wie ich das machen soll und wir haben uns für 4.15 im Geburtshaus Kreuzberg verabredet. Kaum hatten wir meine Mutter angerufen, sie solle kommen (für unsere große tochter) hatte ich die erste Presswehen. – Der Muttermund war also anscheinend schon vollständig geöffnet gewesen! Die Wehen waren auch echt heftig, mit Trance oder veratmen war da nichts mehr, aber ich war in den Pausen extrem viel entspannter als bei der ersten Geburt!
Mit Presswehen ging es also im Auto über Kopfsteinpflaster ins Geburtshaus, 30 Minuten später war der Kleine da!

Alles in allem eine schnelle und dadurch für mein empfinden auch heftige Geburt. Die geburtsvorbereitende Hypnose hat mir definitiv bei der Vorbereitung und Entspannung im Vorfeld sehr geholfen und unter der Geburt auf jeden Fall gebracht, dass ich mich besser entspannen konnte, auch wenn ich es als sehr schmerzhaft empfunden habe. Aber wer weiß. Vielleicht wären sonst auch die Wehen tagsüber schon viel intensiver gewesen.

Tausend dank für deine stimme, sie hat mich sehr gut begleitet!
Alles Liebe,
Theresa

Selbstbestimmte Geburt im Charme des Berliner Strassenlaternenlichts

Liebe Julia,

meine Tochter ist am 16.10.  im Charme des Berliner Strassenlaternenlichts in einer wunderbar selbst bestimmten Geburt nach ca. 4,5 Std. im heimischen Wohnzimmer zur Welt gekommen. Bis auf die letzten 45 min habe ich die Geburt als intensiv und kraftvoll, aber nicht schmerzhaft erlebt. Sie war wunderschön und ein tolles Erlebnis um mit dem Kinder kriegen abzuschließen.

Herzliche Grüße, Simone

Daniela – eine schnelle Geburt

Hallo liebe Julia,

ich wollte mich gerne bei Dir kurz melden, um mitzuteilen, dass am 31.08. (also am errechneten ET!) um 6:55 Uhr unsere Tochter Betty Fiona im Geburtshaus Schöneberg das Licht der Welt erblickt hat. Sie war bei Ihrer Geburt 48 cm groß und 2.500 Gramm schwer.
Die Geburt verlief sehr schnell und völlig ohne Schwierigkeiten und fast hätten wir es nicht mehr ins Geburtshaus geschafft, denn dort hatte ich gerade noch 4 Presswehen und schon war sie da.

Bereits seit Freitag hatte ich immer mal wieder unregelmäßig Wehen, aber nichts dramatisches und so waren wir am Samstag noch im Varietee und am Sonntag noch Minigolf spielen – und in der Nacht der Geburt habe ich ab ca. 1 Uhr stärkere, unregelmäßige Wehen gehabt und eine große innere Unruhe verspürt. So richtig los ging die Geburt aus meiner Sicht erst morgens um 5 Uhr, ich musste mich übergeben und bis dahin konnte ich die Wehen sehr gut „veratmen“ und habe diese auch nicht als sehr stark empfunden und mich fokussieren auf das, was da kommt und war eigentlich auch auf eine lange Zeit eingestellt. Tobias ist dann um 5 Uhr aufgestanden und hat sich um das „Equipment“ gekümmert und als um ca. 5:45 die Fruchtblase geplatzt ist, hat er in telefonischem Kontakt mit der Hebamme gestanden. Um etwas nach 6 Uhr habe ich noch zu ihm gesagt, dass es schnell geht und sie kommt und dann haben wir ein Taxi gerufen und sind ins Geburtshaus gefahren, denn ich hätte es nicht mehr geschafft, dorthin zu laufen.
Die Hebamme wollte erst noch in aller Ruhe ein CTG schreiben und als ich mich dann nach einer Wehe aufs Bett gehievt hatte, war sie total baff, da das Köpfchen schon fast da war – ich bin also schnell in den Vierfüßlerstand und dann noch 3 Presswehen und sie war da!
Mein bevorzugter Laut während der starken Wehen war ein „Uuuuuuh-fffffffffff“.
Gegen halb 10 morgens waren wir dann wieder zuhause in den eigenen vier Wänden.

Ich habe in der Vorbereitung die Trancen sehr gut nutzen können und habe dann aber als die Wehen stärker wurden nichts mehr hören oder sehen wollen. Aber immer wieder sind „Fetzen“ der Trancen hochgekommen, wie z.B. „ich mache mich ganz weich“ „ich öffne mich“ „ich entspanne meine Stirn“ usw. ganz besonders während der Wehen hat sich bei mir „ich begegne jeder Welle nur mit meinem Atem“ eingeprägt, dass ich mir wie ein Mantra immer wieder durch den Kopf habe gehen lassen.

Wir haben die Wochenbettzeit sehr genossen und sind sehr stolz und glücklich, dass unsere Tochter so toll ist und wir eine so schöne Geburt hatten.

Viele liebe Grüße,
Tobias, Daniela und Betty

Christina – Es geht!

Also, unser Sohn Ben ist am 7.8. nach einer sanften Hypnobirthing Hausgeburt auf die Welt gekommen. Ich kann wirklich sagen, dass ich eine tolle und auch ziemlich schnelle Geburt hatte. So um 8.30 uhr waren die Wehen etwa alle 4 min – sozusagen ging es da richtig los – und um 11.09 uhr war er dann da. Mir hat die ganze Vorbereitung, die tägliche Trance und tägliche Affirmation zusammen mit tiefen Atmen sehr geholfen. Es ist faszinierend zu sehen was der Kopf alles anrichten kann und so kann ich sagen, dass wirklich nur die letzte halbe Stunde, die Presswehen, doller waren. Aber auch die waren ok. Einer meiner Hauptmantra die ich mehrmals täglich gesprochen hatte war „ich bin weich“ und als meine Hebamme mich dann zum ersten mal untersuchte während der Geburt meinte sie „Wahnsinn, du bist so weich, da ist alles weich. Dein Muttermund ist schon 5 Zentimeter geöffnet. Die schwerste Arbeit ist getan“ und ich dachte „Wow, mein Körper hat es total angenommen“ und es war absolut keine schwere Arbeit. Es war was es war und es war vollkommen ok. Ich bin so froh, dass ich deinen Kurs gemacht habe. Und ich bin so froh, dass ich nach meiner ersten Geburt wo der Körper und Geist noch so mit dem Schmerz identifiziert war ich diesmal eine so schöne, sanfte und leichte Geburt hatte. Es geht!

Viele Grüße und danke!

Christina

Sophia – eine ruhige und sanfte Geburt

Liebe Julia,
es hat tatsächlich funktioniert :)! Ich habe vor einem Monat einen kleinen Sohn bekommen, ganz ruhig, ganz sanft, ganz unkompliziert. Ich danke Dir tausend Mal. Ich denke die Kombination geburtsvorbereitende Hypnose und Beleghebamme war ideal. Ich bin versöhnt mit Geburt und Frausein und daran hast Du einen großen Anteil. Danke! Deine Arbeit ist so wertvoll!

Hier mein ausführlicher Bericht:
Sechs Tage vor dem Ratetermin, hat sich unser Sohn ganz sanft auf den Weg gemacht. Um 17 Uhr waren wir noch im Garten als der Druck, den ich schon tagelang gespürt hatte, stärker wurde und ich gerne nach Hause und noch etwas spazieren wollte. Zu Hause angekommen, habe ich mir meine Geburtstrance angehört und Wellen gespürt. Dazwischen war Pause und ich habe mich insgesamt sehr wohl gefühlt, gehofft dass es jetzt losgehen könnte.
Ich war immer noch nicht sicher, ob es „das“ sein könnte als wir unsere Tochter den Großeltern übergeben haben und ich meine Hebamme angerufen habe („Ich bin mir garnicht sicher, ob es das sein könnte.“ „Ok-wir schauen mal, fahr mal los!“)
Auf dem Weg ins Krankenhaus habe ich die Augen geschlossen und mir Affirmationen angehört. Ich war ganz bei mir. Die Wellen kamen und gingen – kein Schmerz.
Um 20.30 war ich im Krankenhaus, immer noch unsicher, ob ich die Hebamme umsonst vom Abendessen weggeholt hatte. Nach der Untersuchung meinte sie „In zwei Stunden hast Du Dein Kind.“ Den Rest der Eröffnungsphase hat mich mein Mann massiert, so wie wir das zu Hause auch einige Wochen jeden Abend gemacht hatten. Irgendwann habe ich dann gemerkt, dass ich nicht mehr sitzen möchte und mich anders hingelegt. Ich hatte während der ganzen Zeit nicht einmal das Gefühl, ich schaffe das nicht. Mein Mann hat mir einsouffliert „Schön, dass sie da sind – sie helfen uns, unser Kind zu bekommen.“Dann war die Eröffnung vorbei und die „Geburt“ begann. Ich habe auch da am Anfang noch ganz viel ruhig weggeatmet, dann einige Minuten getönt und mich geöffnet und alles zugelassen. Und dann war er da. Um 22.22, genau wie es die Hebamme prophezeit hatte. Am Ende meiner Geburtstrance hast Du gesagt: „Und dann ist es vorbei, dein Sohn ist da.“ Und an der Stelle war ich immer wieder aufgewacht, als ich mir die Trance zuvor angehört hatte. Und genau so war es auch bei der Geburt. Meine Hebamme hat gesagt „Er ist da.“ und ich dachte nur „Wie schön.“ und ungläubig „Das war`s?“
Es war eine wunderschöne Geburt, von der ich mich schnell erholt habe und aus der ich selbstbewusst und stark gehen konnte. Genau das Gegenteil der ersten Geburt.
Meine Hebamme meinte auch es sei beeindruckend gewesen, wie sehr ich bei mir und meinen Bedürfnissen gewesen sei. Und dass ich das Kind auch gut alleine hätte bekommen können. Ich danke Dir, liebe Julia!

Viele liebe Grüße
Sophia

Raffaela – Geburt ohne Angst

Liebe Julia,

du hattest den richtigen Riecher bei unserem letzten Treffen: Am nächsten Morgen kurz vor fünf Uhr wurde Damian geboren – wie ich es mir gewünscht hatte, im Wasser zuhause, geborgen, in entspannter Atmosphäre und mit all der Zeit und Ruhe, die er und ich dafür gebraucht haben.

Wir möchten dir nochmal danken für deine einfühlsame Vorbereitung und auch deine spontane Hilfe kurz vor der Geburt, die mir beide sehr geholfen haben, richtig loszulassen und die Geburt ohne Angst zu erleben.

Während der Geburtsarbeit habe ich mich zu jedem Zeitpunkt sicher und entspannt gefühlt, und das beste war: Ich hatte einfach keine Angst! Deine Stimme war einfach in meinem Ohr und ich habe mich ganz auf meinen Körper und meine Kraft konzentrieren können, genau so, wie ich es so oft in meiner Geburtstrance gehört hatte. Die Vorbereitung hat mir unglaublich geholfen, das Geschehen während der Geburt anzunehmen und zu wissen, dass ich vertrauen kann – in mich, meinen Körper, mein Baby und die lieben Menschen um mich herum.

Der Umgang mit Schmerzen ist wirklich ein ganz anderer, souveräner und leichterer, wenn man mit diesem Vertrauen und in der positiven Stimmung in die Geburt geht, die ich durch deine Vorbereitung gewonnen habe. Und auch für meinen Mann, der mich an meinen Schutzort, meine Ankerpunkte und an mein Bild von mir selbst erinnern konnte, war diese Geburt ein tolles Erlebnis, bei dem er sich aktiv einbringen konnte und ein gutes Repertoire an Möglichkeiten hatte, mich zu unterstützen.

Mit am meisten hat mich der Moment überwältigt, denn du uns im Kurs ganz eindringlich beschrieben hast: Wenn das Überforderungsgefühl einsetzt, dann ist es fast geschafft, dann geht es in die letzte Phase. Das Gefühl kam, aber diesmal nicht in Gestalt eines „Ich kann nicht mehr“, sondern als „Ich hätte jetzt so gerne eine Pause“. Und dann wurde alles auf einmal ganz klar, als wäre ich zurückgekommen in den Raum, die Stimmen und Lichter waren deutlicher und ich wusste: Jetzt ist es soweit, jetzt bringe ich mit all meiner Kraft meinen Sohn auf die Welt. Und knapp 30 Minuten später war das geschafft. Dieser Moment, den ich diesmal ohne jede Angst und mit einer ungeheuren inneren Stärke erlebt habe, war unbeschreiblich.

Ich denke, dass ich tatsächlich die gesamten viereinhalb Stunden, die die starken Wellen gedauert haben, in Trance war. Ich war ganz bei mir und konnte mich vor allem in den Pausen sehr gut sammeln, entspannen und mich während der Wellen ganz gehen lassen. Natürlich haben die vertraute Umgebung zu Hause und das tolle Hebammen-Team sehr dazu beigetragen. Ich bin vollkommen unverletzt geblieben und war so schnell regeneriert, dass wir es selbst kaum glauben konnten. Auch meine Eltern, die am späten Nachmittag in Berlin eingetrudelt sind, konnten nicht fassen, wie entspannt, gesund und erholt ich nur wenige Stunden danach ausgesehen habe.

Ich bin jetzt rundum versöhnt mit der Erfahrung „Geburt“ und bin froh, dass ich aus deiner Vorbereitung so viel dafür mitgenommen habe. Du machst eine großartige Arbeit und ich hoffe, dass noch ganz viele Frauen von deinem Wissen und deiner Herangehensweise so profitieren können, wie ich.

Ganz liebe Grüße und mit herzlichem Dank an Dich für diese Geburt ohne Angst
Raffaela, Robert und Bruno (Mai 2015)

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