Der liebe gute Beckenboden

Im Laufe der Schwangerschaft dehnt sich der Körper aus. Dein Gewebe im Körper wird aufgrund der Ausschüttung von Schwangerschaftshormonen weicher, um deinem wachsenden Kind Raum zu geben. Manchmal führt dieser Prozess zu beschwerlichen Erfahrungen in der Schwangerschaft. Die Dehnung der Mutterbänder kann schmerzhaft sein, das Weicherwerden der Knorpelverbindungen im Becken kann zu Bewegungseinschränkungen führen und Wassereinlagerungen in den Armen und in den Beinen machen Bewegungen gelegentlich schmerzhaft oder führen zu größeren Beeinträchtigungen, wie Taubheitsgefühlen in den Händen oder Schmerzen in den Unterarmen. Oft jedoch verläuft dieser Prozess der Ausdehnung so, dass er kaum bleibende Spuren hinterlässt und dass sich nach der Geburt alles wieder gut zurückbildet.
In den ersten Stunden und Tagen nach der Geburt wundern sich Frauen oft, dass der Bauch noch so gross aussieht. Sobald sie aufstehen, scheint es so, als wäre quasi noch ein Kind im Bauch. Aber so schnell reagiert der Körper einfach nicht. Immerhin hat er neun Monate gebraucht um seinen endgültigen Umfang zu erreichen und soviel Zeit sollte man sich einräumen, damit er sich wieder regenerieren und zurückbilden kann.
In den Wochen und Monaten nach der Geburt bildet sich die Gebärmutter wieder zurück, die Bauchmuskelfasern werden wieder kürzer und alle Gewebe im Körper festigen sich. Das geschieht dadurch, dass im Körper nach der Geburt des Babys und der Plazenta keine Schwangerschaftshormone mehr gebildet werden. Viele Frauen merken, dass sie jetzt nicht mehr so fit sind wie früher. An diesem Punkt setzt Rückbildungsgymnastik an. Gezielte Übungen trainieren alle die Muskelpartien, die in der Schwangerschaft besonders nachgeben mussten, wie Beckenmuskeln, Beckenboden und Bauch. Außerdem werden alle die Muskeln gestärkt, die im Zusammenleben mit dem Baby besonders beansprucht werden, wie Schultern, Rücken und Arme. Das Wichtigste ist aber das gezielte Training der Beckenbodenmuskulatur. Das ist das zentrale Thema jeder Rückbildungsgymnastik und unterscheidet den Rückbildungskurs von jedem anderen Fitnesstraining, denn ein kräftiger und beweglicher Beckenboden unterstützt die gesamte Rückenmuskulatur, die Organe im Bauch, die Schultern und Arme und: last but not least sind die Beckenbodenmuskeln wichtig für ein aktives und lustvolles Liebesleben. Also: Beckenbodentraining ist für alle Menschen wichtig!
Von Lisa Fehrenbach

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Neue Räumlichkeiten

Ab dem 15. Juni biete ich auch meine Kurse in der Ohlauerstrasse an. In freundlichen und hellen Räumlichkeiten lernst Du alles um dich auf eine leichte und sanfte Geburt vorzubereiten. Ich freue mich über dein Kommen! Viele Grüsse, Julia

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Spargel gegen Wassereinlagerungen – oder dann eben Melonen

Viele Schwangere haben mit Wassereinlagerungen zu kämpfen. Spargel hat eine harntreibende Wirkung und bewirkt daher einen unterstützenden Effekt die lästigen Wasseransammlungen im Körper zu reduzieren.
Wenn der Sommer kommt und die Melonensaison beginnt kannst Du auch alle Melonenarten ausprobieren. Ansonsten hilft auch Brennesseltee und salzarme Kost (Salz bindet das Wasser im Körper).

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Hautpikmente in der Schwangerschaft

Die Hautpikmente reagieren in der Schwangerschaft viel stärker als es sonst er Fall ist. Als Schwangere solltest Du bedenken, dass Du beim Aufenthalt in der Sonne schneller und verstärkt dunkle Flecken auf deiner Haut bekommen kannst. Sie sind vollkommen ungefährlich und verschwinden nach der Schwangerschaft auch wieder von alleine. Du bekommst allerdings auch schneller einen Sonnenbrand.

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Folsäure in der Schwangerschaft

Folsäure ist ein wasserlösliches Vitamin. Es kann vom Körper nicht selbst hergestellt werden und wird vom Organismus für die Blutbildung sowie zahlreiche Stoffwechselvorgänge, wie die Neubildung von Zellen und roten Blutkörperchen benötigt. Es ist sinnvoll Folsäure einzunehmen, wenn Du schwanger werden möchtest und maximal in den ersten drei Monaten deiner Schwangerschaft.
Danach profitiert eigentlich nur die Pharmaindustrie davon. Selbst viele Frauenärzte fordern Schwangere immer wieder auf die gesamte Schwangerschaft über Folsäure einzunehmen, was totaler Quatsch ist. Achte lieber darauf, dass Du dich ausgewogen und gesund ernährst. Natürliche Folsäure ist vor allem in grünem Blattgemüse, Vollkornprodukten, Brokkoli, Grünkohl, Sojabohnen, Eiern, Fleisch, Fisch und Milch enthalten.

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Geburtsvorbereitung durch Ernährung

Damit Du dein Kind nicht zu lange überträgst und deine Geburt unter Umständen mit Medikamenten eingeleitet werden muss, ist es ratsam deine Ernährung etwa eine Woche vor deinem errechneten Geburtstermin umzustellen. Esse weniger Kalorien und Kohlenhydrate. Dadurch kann das Zusammenspiel deiner Hormone besser wirken und der Geburtsbeginn etwas forciert werden.

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Bei fast 90 Prozent der Geburten im Krankenhaus greifen Ärzte in den Geburtsverlauf ein

Da kommt einem ja kurz der Gedanke, dass die Frauen es ganz einfach nicht können, ihr Kind ohne äußere Eingriffe auf die Welt zu bringen – was aber ein vollkommener Quatsch ist.
Da verwundert es auch nicht, dass viele Frauen das Gefühl haben während ihrer Geburt versagt zu haben und nichts von einer selbstbestimmten Geburt übrig bleibt.
Wenn Du vorhast dein Kind im Krankenhaus zu bekommen, empfehle ich dir dringend das mit einer Beleghebamme zu tun. Es ist so wichtig zu wissen mit wem man die Geburt macht. Noch wichtiger finde ich aber, dass Du deine eigene Hebamme hast, die nur für dich und deine Geburt da ist und nicht vielleicht noch 2-3 andere Geburten gleichzeitig betreuen muss.
Ich bekomme immer wieder mit, dass Schwangere sich die Kosten für die Rufbereitschaft sparen möchten. Aber genau dieses Geld ist super investiert. Zudem beteiligen sich mittlerweile einige Krankenkassen an den Kosten (z.B. TK). Oft sind Beleghebammen schnell ausgebucht, weshalb es ratsam ist sich relativ früh in deiner Schwangerschaft darum zu kümmern.
Hier ist noch der Link zu einem lesenswerten Artikel aus der Zeit, der den Titel trägt „Wenn aus der Geburt eine High-Tech-Operation wird“. Er beleuchtet die Tatsache, dass in so viele Geburtsverläufe eingegriffen wird und das aus der Sicht der Hebammen nicht immer nötig ist.

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Was macht eine Geburt zu einem guten Erlebnis?

Warum erleben manche Frauen eine schmerzhafte und schwierige Geburt als erfüllend, während andere Gebärende nach einer einfachen Geburt unzufrieden sind? Die Beobachtung, dass sich die nachträgliche Bewertung des Geburtserlebnisses nicht immer mit der Dauer und dem Schmerz erklären lassen, veranlassten Dr. Wolf Lütjen, Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Chefarzt des Ev. Amalie Sieveking-Krankenhaus in Hamburg, zu einer Studie, in der er der Frage nachging, welche Umstände eine Gebärende beeinflussen, damit sie eine Geburt im Krankenhaus als positives Erlebnis bewertet. Die Ergebnisse seiner Untersuchung stellte Lütje in der Fachzeitschrift „Die Hebamme“ vor (Hippokrates Verlag, Stuttgart. 2007).

An der Studie nahmen insgesamt 251 Frauen teil, die kurz nach der Geburt zu ihren Erfahrungen befragt wurden. In den Angaben der jungen Mütter spiegelte sich zunächst die zentrale Rolle wieder, die der Hebamme während des Geburtsverlaufs zufällt: Als Faktor, der für ein positives Geburtserleben entscheidend war, wurde sie mit Abstand am häufigsten genannt (91 mal), ebenso als größte Hilfe bei der Geburt (125 mal). Der eigene Partner erreichte in beiden Kategorien dagegen deutlich niedrigere Werte, der Arzt wurde sogar nur von vier Frauen als größte Hilfe bei der Entbindung angesehen. „Der Arzt wird offenbar als notwendig angesehen, wenn es zu unerwarteten Komplikationen kommt“, folgert Wolf Lütje, „bei einem normalen Geburtsverlauf ist er aber eigentlich nicht erwünscht.“ Andererseits legen die Frauen großen Wert darauf, dass Ärzte und Hebammen gut zusammenarbeiten – eine Tatsache, die sich auch darin widerspiegelt, dass die Atmosphäre als entscheidender Faktor für ein positives Geburtserleben an zweiter Stelle nach der Hebamme genannt wurde.

Ein überraschendes Ergebnis der Studie war, dass Frauen mit einer Periduralanästhesie (PDA) von der Geburt tendenziell eher enttäuscht und weniger erfüllt waren. Obwohl der Schmerz als belastend erlebt wird, führt die Behandlung des Schmerzes offenbar nicht zwangsläufig zu einem positiveren Geburtserlebnis. Das könnte nach Lütjes Ansicht zumindest zum Teil daran liegen, dass zu hohe Erwartungen an die PDA geknüpft wurden. „Anders als häufig berichtet wird, verhilft die PDA fast nie zu einer völlig schmerzfreien Geburt“, so der erfahrene Frauenarzt. Ein Teil der Frauen sei möglicherweise auch enttäuscht darüber, dass sich der Wunsch nach einer natürlichen Geburt nicht erfüllt hat und sie auf eine PDA zurückgreifen mussten.

Entscheidend für die Zufriedenheit der werdenden Mutter ist nach Lütjes Erkenntnissen kein einzelner Faktor, sondern die aus mehreren Dimensionen und Einflussgrößen zusammengesetzte Erwartungshaltung vor der Geburt. „Erst die Gesamtbilanz aller Erlebensbereiche in Abgleich mit diesen Erwartungen entscheidet darüber, ob es so etwas wie eine Gesamtzufriedenheit gibt“, so sein Fazit. Auch das Erleben von Angst, Schmerz und Langwierigkeit müssen daher nicht zwangsläufig zu Unzufriedenheit führen, wenn sie in gewisser Weise erwartet werden.

Nach Lütjes Ansicht liegt der Schlüssel zu einem besseren Geburtserleben daher in der Geburtsvorbereitung. Diese trage bislang offenbar nur zum Teil dazu bei, etwa auf den Geburtsschmerz vorzubereiten, Strategien zu seiner Bewältigung aufzuzeigen und so dem Entstehen von Kontrollverlust und Panik entgegenzuwirken. Als Vorbild könne die von Respekt und Furcht geprägte Erwartungshaltung von Mehrgebärenden dienen, die die Frauen offenbar weniger hemmt als schützt. „Fast wünscht man sich, dieses schützende Wissen der Mehrgebärenden den Erstgebärenden einimpfen zu können“, so der Viersener Frauenarzt. Die damit verbundene Gratwanderung zwischen einer allzu positiven und einer allzu negativen Sichtweise stelle eine Herausforderung für alle ExpertInnen in der Geburtshilfe dar.

Wolf Lütje: Welche Faktoren beeinflussen die Zufriedenheit und das Erleben in der Geburtshilfe? erschienen in „Die Hebamme“ 2007; 20 (1): S. 44-51

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